Hautekzeme und Kontaktallergien

Auch Ekzeme sind eine Entzündungsreaktion der Haut, im Gegensatz zur Akne oder zu Abszessen werden sie durch eine Überempfindlichkeit hervorgerufen. Der Körper reagiert mit einer allergischen Reaktion auf für ihn als unverträglich empfundene Substanzen. Der direkte Kontakt mit entsprechenden Stoffen kann die für Ekzeme charakteristischen Hautreaktionen hervorrufen: Rötung der Hautstelle, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung.

Bei einem allergischen Ekzem reagiert der Körper auf Chemikalien aus der Umwelt, wie zum Beispiel auf Kosmetika, Parfüm, Reinigungs- und Waschmittel, Latex oder Nickel. Rund sechs Millionen Deutsche leiden darunter, dass Schmuck, Reißverschlüsse und Jeansknöpfe häufig nickelhaltig sind. Aber: Auch Euro-Münzen enthalten dieses Metall – Kellner, Verkäufer und Bankangestellte können folglich bei einer bekannten Allergie diesen Auslöser kaum vermeiden. Zunehmend reagieren Menschen auch auf chemische Substanzen, die bei der Verarbeitung von Textilien oder Leder verwendet werden.

Für die Behandlung von Ekzemen hält die Apotheke zahlreiche Salben vorrätig. Nicht nur der Inhaltsstoff, hier vorrangig Hydrocortison, ist dabei von Bedeutung, sondern auch die Konsistenz der Salbe. Wenn ein Ekzem bereits nässt, sollte die Salbe einen hohen Wasseranteil haben. Im Stadium der Krustenbildung und bei Schuppung sollte der Fettanteil höher sein, damit die Haut gut regenerieren kann. Präparate gegen Allergien zum Einnehmen, so genannte Antihistaminika, können dazu beitragen, dass der Juckreiz nachlässt.