Haut- und Körperpflege

Symptome
Unsere Haut ist der Spiegel der Seele. Und es gilt auch umgekehrt: Wenn unsere Haut erkrankt ist, so wirkt sich dies auf Wohlbefinden und Stimmung aus. Kaum etwas ist so offensichtlich wie eine Hauterkrankung.
Manche Hautprobleme kann man mit guter Pflege in den Griff bekommen
– oder mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen.

Bei einer Neurodermitis, auch Atopisches Ekzem oder Atopische Dermatitis genannt, treten hauptsächlich rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut auf, begleitet von starkem Juckreiz. Die Erkrankung verläuft in Schüben und hat ein sehr individuelles Erscheinungsbild, das je nach Lebensalter variieren kann.

Bei einem Psoriasis-Ausbruch, der oft schubweise auftritt, wird körpereigenes Gewebe vom Organismus selbst als körperfremd angesehen und angegriffen. Man spricht von einer Autoimmunreaktion. Meistens sind davon Hautareale betroffen, die häufiger Bewegung und Beanspruchung unterliegen, beispielsweise Knie oder Ellenbogen sowie auch der Bauchnabel durch Reibung eines darüber liegenden Gürtels. Die betroffenen Hautstellen sind rötlich und schuppig und scharf begrenzt – allerdings können auch Gelenke und Weichteile im Inneren des Körpers von der Schuppenflechte befallen werden.

Ursachen
Ernährung und Lebensstil haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Hautgesundheit, aber ebenso können Medikamente die Haut verändern
und beispielsweise ihre Lichtempfindlichkeit erhöhen.

Die Neurodermitis ist wie auch die Psoriasis zum Teil durch Vererbung bedingt, wobei es bei der Psoriasis durchaus vorkommen kann, dass mehrere Generationen übersprungen werden.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
In der Apotheke gibt es Haut- und Körperpflegeprodukte, die dermatologisch-medizinischen Ansprüchen gerecht werden. Bei einer professionellen Hautanalyse in der Apotheke werden Hauttyp, Feuchtigkeit, Fettgehalt und der allgemeinen Hautzustand bestimmt, Sie erhalten eine fachliche fundierte Beratung zu individuellen Problemen und Pflegeprodukten.

Für strahlende Haut im Allgemeinen sind insbesondere die Vitamine E und C, Biotin (Vitamin B7) sowie Carotinoide (eine Vorstufe von Vitamin A), Zink und Kieselsäure verantwortlich: Sie stärken Haut und Haare, beugen vorzeitiger Alterung vor.

Körperpflege – und damit Hautpflege – beginnt bereits mit der Reinigung. Normalerweise ist die tägliche Dusche nicht erforderlich, es sei denn, man schwitzt über Nacht. Übt man eine Tätigkeit aus, die mit starkem Schwitzen verbunden ist, empfiehlt sich eine abendliche Dusche. Bei einem Vollbad, maximal ein bis zwei Mal pro Woche, sind rückfettende Badezusätze wie in einem Öl-, Milch- und Cremebad verträglicher als Schaumbäder. Produkte für die Reinigung der Körperhaut sollten einen pH-Wert von 5,5 aufweisen, mild und seifenfrei sein, sowie bei trockener, schuppender Haut idealerweise auch rückfettend. Zur Auswahl stehen Seifenstücke (pH-neutral), flüssige Waschlotionen, Duschöle, -gele, und -cremes.

Nach dem Duschen, Baden oder der Reinigung mit einem Waschlappen braucht die Haut ein abgestimmtes Pflegeprodukt zur Regeneration und für einen stabilen Säureschutzmantel. Öle, Lotionen, Körpercreme und -milch haben einen hohen Fettgehalt und sind oft mit Harnstoff (Urea) angereichert. Die körpereigene Substanz unterstützt die Hautbarriere und verhindert Wasserverlust, mindert Juckreiz und verbessert die Hautelastizität.

Bei einer Neurodermitis kann man die charakteristische Hauttrockenheit behandeln. Dem Hautzustand entsprechend werden passende Pflegeprodukte mit entzündungshemmenden Wirkstoffen eingesetzt, zu denen beispielsweise Kortikosteroide und Makrolide gehören. Die tägliche Pflege besteht aus speziell für die neurodermitische Haut entwickelten Präparaten. Bei einer großflächigen Ausbreitung oder bei schwerer Ausprägung kann eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein.

Eine Regeneration der von Psoriasis betroffenen Hautstelle lässt sich mit Hilfe von Salben erreichen, die beispielsweise Harnstoff oder Salicylsäure enthalten. Kortikoidhaltige Arzneimittel sollten nur kurzfristig eingesetzt
werden. Auch so genannte Vitamin-D-Derivate können den Heilungsprozess unterstützen.

Bei fettiger Körperhaut, wie sie beispielsweise im Gesicht oder am Rücken Pubertierender vorkommt, sollte eine Flüssigseife verwendet werden, die leicht austrocknende Tendenzen aufweist. Manche Reinigungsprodukte fühlen sich zwar auf einer Akne-Haut gut an, doch sie bauen den Säureschutzmantel der Haut ab, der sich erst nach etwa zwei Stunden wieder regeneriert. In dieser Zeit ist die Haut äußeren Einflüssen ausgeliefert, deshalb sollten danach immer passende Pflegeprodukte angewendet werden.

Die alternde Körperhaut braucht Feuchtigkeit und Fett, die Gesichtshaut im Speziellen nährstoffhaltige Cremes. Im Alter braucht die Haut mehr Zeit zur Regeneration, sie ist trockener und dünner. Der natürliche Alterungsprozess gewinnt an Tempo, wenn Faktoren wie Rauchen, Stress,
Alkohol oder starke Sonnenbestrahlung hinzukommen. Umso wichtiger ist es, die Haut regelmäßig von innen und außen mit Nährstoffen über Cremes und Masken sowie über entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu versorgen.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Sollten auf der Körper- oder Gesichtshaut akute Irritationen auftreten, wie stark gerötete, nässende oder schmerzende Entzündungen, so ist ein Hautarzt aufzusuchen.

Das sollte man tun
Zuerst: Viel trinken! Zwei bis drei Liter (kalorienarme!) Flüssigkeit pro Tag fördern die Hautstraffheit. Aber nicht nur der Feuchtigkeitshaushalt im Körper muss stimmen, sondern auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen.

Das kann man tun
Bei Psoriasis profitieren einige Patienten von einer Lichttherapie, für viele Betroffenen ist ein Urlaub am Meer fast wie ein Wundermittel.

Es gibt Studien, die nahelegen, dass in manchen Fällen der Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel und Speisen (Getreide) eine Besserung der Beschwerden mit sich bringt.