Halsschmerzen

Symptome
Der Hals tut weh, besonders beim Schlucken, es kann kratzen und brennen, mehr in der Mitte des Rachens oder eher an den Seiten. Oft machen die Schluckbeschwerden das Essen und Trinken zur Qual. Auch Heiserkeit bis hin zum völligen Verlust der Stimme kann auftreten.

Beim Blick in den Spiegel mit geöffnetem Mund ist oft schon mit bloßem Auge eine starke Rötung zu erkennen. Nicht selten sind auch die Lymphknoten im Bereich von Hals und Unterkiefer geschwollen.

Ursachen
Halsschmerzen sind fast immer nur ein Symptom, meistens einer virusbedingten Erkältung. Es kommt zu einer Entzündung von Rachen (Pharyngitis), Mandeln (Angina tonsillaris) oder Kehlkopf (Laryngitis) oder von mehreren Bereichen gleichzeitig. Erkrankungen wie Grippe, Diphtherie, Masern oder eine Schilddrüsenentzündung können Beschwerden im Hals- und Rachenraum mit sich bringen. Ebenfalls können Bakterien (beispielsweise Streptokokken) Halsschmerzen verursachen, sie lösen zum Beispiel Scharlach und Mandelentzündungen aus.

Sodbrennen kann auch dafür verantwortlich sein, wenn aufsteigende Magensäure den oberen Teil der Speiseröhre und den Rachen reizt, ebenso greifen Rauchen, Alkohol und Allergien die Schleimhäute an.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Da Halsweh in der großen Mehrheit der Fälle durch Viren hervorgerufen wird, ist es mit Medikamenten meist nicht ursächlich zu behandeln, man kann aber die typischen Beschwerden (Schmerzen, Schluckbeschwerden und Heiserkeit) lindern.

In der Apotheke gibt es eine große Auswahl an Halstabletten und Hustenbonbons. Das Lutschen sorgt für einen verstärkten Speichelfluss, wodurch das Schlucken erleichtert wird und mehr Abwehrstoffe zum Entzündungsherd gelangen. Einige Mittel enthalten außerdem schmerzstillende Wirkstoffe wie etwa Ambroxol, Benzocain oder Lidocain, welche die akuten Beschwerden mildern. Natürlich lassen sich starke Schmerzen auch mit Schmerzmitteln bekämpfen, zum Beispiel mit Paracetamol.

Mundsprays, zum Beispiel mit Auszügen aus Kamillenblüten, und Gurgeln mit medizinischen Salzlösungen können ebenfalls eine befeuchtende und beruhigende Wirkung haben. Liegt den Halsschmerzen eine bakterielle Infektion zugrunde, müssen unter Umständen Antibiotika eingesetzt werden, die vom Arzt verschrieben werden.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Werden Halsschmerzen von hohem Fieber (über 40 Grad Celsius) begleitet, das über mehrere Tage anhält, ist ein Arztbesuch ratsam. Auch bei stark geschwollenen Lymphknoten und eitrigen Belägen auf den Rachenmandeln, was auf eine bakterielle Infektion hindeutet.

Stimmverlust, Atemnot, sehr starke Schluckbeschwerden oder mehr als eine Woche andauernde Beschwerden gehören ebenfalls in ärztliche Behandlung.

Bei Kindern können eine mit den Halsschmerzen einhergehende, unnatürlich rote „Himbeerzunge“ und Hautausschlag auf Scharlach hindeuten, was einen umgehenden Arztbesuch erfordert.

Das sollte man tun
Viel trinken, empfehlenswert sind unter anderem Kräutertees mit Salbei, Kamille, Malve oder Thymian, die auch sehr gut zum Gurgeln geeignet sind.

Halswickel können gut tun: Ein kühles, feuchtes Tuch um den Hals legen und darüber ein trockenes Tuch und einen Wollschal wickeln. Auch Quark oder Kartoffelwickel können die Beschwerden lindern: Ein dünnes Tuch entweder mit Quark (eher kühlend) oder mit gestampften, warmen (nicht zu heißen) Kartoffeln bestreichen und um den Hals wickeln, mit Zwischen-und Außentuch bedecken.

Das sollte man besser lassen
Rauchen: Es ist immer schädlich, aber bei einem entzündeten Hals ein absolutes Tabu. Ebenfalls nicht ratsam ist es, zu singen, schreien oder in anderer Form die Stimme zu strapazieren.

Saure Fruchtsäfte und sehr heiße oder scharfe Speisen können die geschädigten Schleimhäute zusätzlich reizen und die Schmerzen verschlimmern. Auch Überanstrengung und trockene Luft sind ungünstig.