Gedächtnisstörungen im Alter

Symptome
Ein charakteristisches Symptom für die Altersvergesslichkeit (leichte kognitive Störung) ist die Verschlechterung der Gedächtnisleistung. Dies tritt aber nicht plötzlich auf, man wird allmählich immer vergesslicher. Die leichte kognitive Störung verläuft milder als eine Demenz, die ständig fortschreitet und die Betroffenen letztlich pflegebedürftig macht. Bei Altersvergesslichkeit verlegt man häufig Gegenstände oder vergisst Daten, Namen und Telefonnummern und hat Schwierigkeiten, sich lange zu konzentrieren. Ab einem bestimmten Punkt verschlechtern sich diese Symptome aber nicht mehr. Das Erfahrungswissen, der Wortschatz und das Sprachvermögen sind nicht von der Altersvergesslichkeit betroffen.

Ursachen
Hirnleistungsstörungen beruhen in den meisten Fällen auf einer schlechten Durchblutung des Gehirns aufgrund von Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden, die die Blutgefäße verengen.

Auch verschiedene Erkrankungen, beispielsweise Gehirntumore oder -blutungen sowie Infektionskrankheiten, die sich auf das Gehirn ausbreiten, z. B. Neuroborreliose oder FSME, können sich negativ auf die Gedächtnisleistung auswirken, ebenso Depressionen oder chronischer Schlafmangel.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit ist eine gesicherte Sauerstoffversorgung des Gehirns. Extrakte aus Ginkgo biloba tragen dazu bei, die Durchblutung des Gehirns zu verbessern. Der Wirkstoff, der aus den Blättern des Ginkgo-Baumes gewonnen wird, steigert die Sauerstoffversorgung des Gehirns, schützt dort die Nervenzellen vor den Angriffen schädlicher Substanzen und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Deshalb eignet sich Ginkgo-Spezialextrakt aus der Apotheke vor allem zur Behandlung altersbedingter Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen im Gehirn sowie von Schwindelanfällen bzw. Gleichgewichtsstörungen. Ginkgo verbesserte in verschiedenen Tests die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen.

Das Spurenelement Eisen ist von Bedeutung für die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und ein Mangel kann somit die Leistung des Gedächtnisses beeinträchtigen. So wurde Eisenmangel in verschiedenen Studien als eine der Hauptursachen für Konzentrationsschwäche und schwache Merkfähigkeit angesehen.

Darüber hinaus können Ginseng-Extrakte die Gedächtnisleistung verbessern, ebenso das B-Vitamin Folsäure. Folsäure ist wichtig für das Gehirn und fördert unter anderem die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses. Empfehlenswert sind Präparate, die neben Folsäure auch die Vitamine B6 und B12 enthalten.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Gedächtnis über mehrere Monate hinweg verschlechtert, sollten Sie dies ernst nehmen und weiter beobachten. Sprechen Sie beim nächsten Arztbesuch darüber. Mit gezielten Fragen und Gedächtnistests sowie weiterführenden Untersuchungen kann er das Ausmaß einer möglichen Gedächtnisstörung feststellen.

Das sollte man tun
Wer sich gut und ausgewogen ernährt, sich regelmäßig und sinnvoll bewegt und nachhaltig sein Gehirn trainiert, bleibt länger geistig fit. Schwere Alterserkrankungen lassen sich dadurch deutlich hinauszögern und vielleicht sogar verhindern. Atemübungen und lange Spaziergänge an der frischen Luft sollten besonders bei Senioren zum täglichen Trainingsprogramm gehören. Neben Ernährung und Bewegung ist aber auch ausreichender und guter Schlaf eine wichtige Säule der geistigen Leistungsfähigkeit.

Lassen Sie eventuell auch Ihre Sehleistung und das Gehör überprüfen. Durch nicht bekannte, aber bestehende Seh- und Hörfehler entgehen Informationen, was oft fälschlicherweise als Gedächtnisschwäche ausgelegt wird.

Das kann man tun
So genannte kognitive Trainingsprogramme, also Gehirntraining, Gedächtnisspiele, Konzentrationsübungen, können die Leistungen des Gedächtnisses verbessern, vor allem bei leichten Einschränkungen.

Das sollte man besser lassen
Bei Rauchern lässt im Alter nicht nur das Gedächtnis schneller nach, sie erkranken im Vergleich zu Ex- und Nicht-Rauchern auch häufiger an Demenz.