Fuß- und Nagelpilz

Symptome
Fußpilz macht sich durch Juckreiz und Rötungen bemerkbar, häufig entstehen zudem Risse oder kleine Bläschen. Die Haut kann schuppen und sich ablösen, manchmal nässen die betroffenen Stellen. Am häufigsten sind die Zehenzwischenräume befallen.

Nagelpilz zeigt sich durch gelblich bis braun verfärbte Nägel. Sie sind meist verdickt, brüchig, reißen leicht ein und lösen sich häufig ab, so dass man Feilen oder Nagelhölzer weit unter den Nagel schieben kann, ohne dabei Schmerzen zu empfinden.

Ursachen
Auslöser für Fußpilzinfektionen sind fast immer Fadenpilze. Sie siedeln bei vielen gesunden Menschen unsichtbar für das Auge auf der Haut, allerdings in so geringer Zahl, dass man sie nicht bemerkt oder erkrankt. Erst wenn die Haut rissig ist oder ein feuchtwarmes Milieu herrscht, können sich die Pilze rasant vermehren. Optimale Wachstumsbedingungen finden sie beispielsweise in Schwimmbad und Sauna vor.

Nagelpilz nistet sich häufig ein, wenn Nagelbett oder -haut verletzt wurden. Auch hier fördert Feuchtigkeit, etwa durch schwitzende Füße, das Wachstum der Pilze.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Zur Behandlung von Fußpilz eignen sich Antimykotika, erhältlich als Cremes, Gele, Lösungen, Sprays oder Puder. Alle Produkte sind für die tägliche äußerliche Anwendung bestimmt und beseitigen Pilze zuverlässig meist binnen weniger Tage. Wenn der Pilz verschwunden ist, sollten die Füße zwei Wochen weiterbehandelt werden, um ein erneutes Aufflackern der Infektion zu verhindern.

Weitaus hartnäckiger ist der Nagelpilz. Bei leichterem Befall kann man versuchen, den Pilz mit Lacken und Lösungen zu bekämpfen. Bei manchen Präparaten ist es wichtig, den Nagel vorher mit einer Nagelfeile oder Schleifpapier aufzurauen. Je früher man mit der Behandlung beginnt und je konsequenter man sie fortführt, umso besser. Denn es dauert Monate, bis der Nagel pilzfrei nachgewachsen ist. In ganz hartnäckigen Fällen oder wenn etliche Nägel betroffen sind, können, nach ärztlicher Rücksprache,
rezeptpflichtige Antimykotika erforderlich sein.

Für die Füße steht ein ergänzendes Pflegeprodukt zur Verfügung, das bei pilz-empfindlicher Haut durch die Stärkung der Hautbarriere und mit einem kleinen Anteil eines antimykotischen Wirkstoffes das Infektionsrisiko senkt. Eine spezielle Nagelpflegetinktur wirkt ebenfalls stärkend und stabilisierend auf die Nägel und schützt vor mikrobiellen Beeinträchtigungen.

Wann ein Arztbesuch notwendig ist
Haben sich die Symptome bei Fußpilz nach zwei Wochen gewissenhafter Behandlung noch nicht gebessert, sollte man einen Arzt aufsuchen. Manchmal können auch andere Hauterkrankungen Ursache der Beschwerden sein.

Weil Nagelpilz selbst schwerer zu erkennen ist, sollte man bei Verdacht immer einen Arzt aufsuchen. Wenn mehrere Zehen betroffen sind oder sich die Infektion über mehr als ein Drittel des Nagels ausgebreitet hat, ist es meist angezeigt, sich vom Arzt Tabletten gegen den Pilzbefall verschreiben zu lassen.

Das sollte man tun
Die Füße möglichst immer sauber und trocken halten. Stets gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen; die Fußnägel stets kurz schneiden und sorgfältig reinigen. In Schwimmbädern oder Hotels sollte man grundsätzlich nicht barfuß laufen. Ansonsten möglichst atmungsaktive Socken und Schuhe bevorzugen– und beides täglich wechseln. Strümpfe sollten während und nach einer Pilzbehandlung bei hohen Temperaturen gewaschen und anschließend mit einem Hygienespüler behandelt werden. Die Schuhe mit einem entsprechenden Spray oder Puder desinfizieren.

Das sollte man besser lassen
Die Füße nicht mit scharfer Seife oder Desinfektionssprays traktieren, denn das kann den Säureschutzmantel der Haut zerstören und Pilzsporen auf diese Weise das Wachstum erleichtern. Geeigneter ist eine pH-neutrale Lotion und bei rissiger Haut eine pflegende Creme mit Urea (Harnstoff).

Teilt man Handtücher, Nagelscheren und Co. mit Familienmitgliedern, kann das die Pilzinfektion übertragen.