Fieber

Symptome
Erst schüttelt man sich vor Kälte, dann bricht der Schweiß aus, die Stirn ist heiß und die Haut trocken und warm. Oft ist man durstig, die Zunge ist belegt und trocken. An Essen mag man gar nicht denken. Puls und Atmung sind beschleunigt. Insgesamt fühlt man sich schwach und krank.

Definitionsgemäß ist Fieber eine erhöhte Körpertemperatur von mehr als 38 Grad Celsius – rektal, also im Po gemessen. Ab 40 Grad spricht man von hohem Fieber, über 41 Grad steigt es nur sehr selten. Bei Temperaturen über 40 Grad kann es auch zu Verwirrung und Bewusstseinstrübungen kommen. Bei Kindern unter fünf Jahren treten nicht selten auch Fieberkrämpfe auf, die aber meist ungefährlich sind.

Ursachen
Fieber ist eine kontrollierte Abwehrreaktion des Körpers, denn durch die höhere Temperatur werden Krankheitserreger bekämpft und das Immunsystem angeregt. Meistens wird Fieber durch Infektionen mit Viren oder Bakterien ausgelöst – etwa bei einer Erkältung, einer Entzündung oder den typischen Kinderkrankheiten. Auch rheumatische Erkrankungen und Tumore können ursächlich sein.

Eine Überwärmung (Hyperthermie) durch sehr hohe Außentemperaturen (Hitzschlag, Sonnenstich) kann die Körpertemperatur ebenfalls in die Höhe jagen. Schließlich lösen Drogen und bestimmte Medikamente, beispielsweise Neuroleptika, gelegentlich Fieber aus.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Grundsätzlich ist mäßiges Fieber eine wünschenswerte Reaktion des Körpers gegen Krankheiten und braucht nicht bekämpft zu werden. Steigt die Temperatur über 39 Grad, wird der Kreislauf von anfälligen Personen zu sehr belastet, dann sind fiebersenkende Maßnahmen sinnvoll.

Neigt ein Kind zu Fieberkrämpfen, sollten ebenfalls früh entsprechende Präparate zum Einsatz kommen. Das sind vor allem die nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) Acetylsalicylsäure und Ibuprofen, die neben ihrer schmerzstillenden auch eine fiebersenkende Wirkung haben. Weiterhin ist Paracetamol für diesen Zweck geeignet. Diese Wirkstoffe gibt es in zahlreichen Darreichungsformen, für Erwachsene etwa als Tabletten, Lösung, Granulat und Brausetabletten.

Kinder unter zwölf Jahren dürfen nicht mit Acetylsalicylsäure behandelt werden, für sie stehen vor allem Paracetamol- und Ibuprofenpräparate als Saft, Kautablette oder Zäpfchen zur Verfügung.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Nicht nur Fieber unbekannter Ursache gehört immer in ärztliche Behandlung, sondern auch Temperaturen über 39 Grad, wenn das Fieber mehr als drei Tage anhält oder von starker körperlicher Schwäche begleitet wird. Säuglinge und Kleinkinder neigen zu schnellen, hohen Fieberschüben, die meist unbedenklich sind, allerdings ist bei hohen Temperaturen über mehrere Tage ein Besuch beim Kinderarzt anzuraten.

Erhöhte Achtsamkeit ist ebenfalls geboten, wenn nach einer Fernreise Fieberschübe auftreten.

Das sollte man tun
Ruhen und viel trinken fördern den Heilungsprozess enorm. Pro zusätzlichem Grad Körpertemperatur benötigt der Körper täglich rund einen halben bis einen Liter Flüssigkeit mehr als üblich. Neben Wasser sind Linden- und Holunderblütentee empfehlenswert.

Der Wadenwickel, ein altbewährtes Hausmittel, ist eine wirksame Methode zur Fiebersenkung. Dafür ein kühles, feuchtes Tuch (Geschirrhandtuch
oder bei Babys ein Herrentaschentuch), in einer Salzlösung getränkt, gut feucht fest um die Waden wickeln, ein trockenes Handtuch darüber schlingen. Den Rest des Körpers warmhalten, nach etwa einer Stunde erneuern – und regelmäßig die Temperatur kontrollieren, die nicht zu schnell absinken sollte, das würde den Kreislauf belasten.

Das sollte man besser lassen
Körperliche Anstrengungen sind bei Fieber tabu, stattdessen ist Bettruhe angesagt. Schwere Speisen, rauchen und Alkohol sollte man ebenfalls meiden.

Medikamente gegen Fieber dürfen in Eigenregie nicht über längere Zeit eingenommen werden, da Nebenwirkungen auftreten oder Krankheiten
unerkannt bleiben können.