Fasten kann eine gesunde Darmflora fördern

Wer fastet, möchte seinen Körper ganzheitlich entlasten und regenerieren. Studien bestätigen nun, dass eine Fastenkur auch ein erster wirksamer Schritt sein kann, die Darmflora zu verbessern und so dem gesamten Körper zu mehr Vitalität zu verhelfen.

Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen: Die etwa 100 Billionen Bakterien, die jeden Darm besiedeln, haben einen weitreichenden Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose) wird heute mit zahlreichen Gesundheitsstörungen in Verbindung gebracht. Insbesondere übergewichtige Menschen weisen oft eine charakteristische Dysbiose auf, die wiederum Übergewicht und die damit in Verbindung gebrachten Erkrankungen, aber auch Entzündungsreaktionen, zu fördern scheint.

Fasten bringt der Gesundheit mehr als eine Diät

Studien von Wissenschaftlern der Universität Wien bestätigten, dass sich durch Nahrungskarenz und eine Ernährungsumstellung eine Dysbiose offensichtlich effektiv regulieren lässt: Die Forscher beobachteten, dass übergewichtige Studienteilnehmer mit einer kalorienreduzierten, fettarmen Diät mit viel Gemüse und Obst, aber wenig tierischen Lebensmitteln nicht nur ihr Gewicht reduzierten, sondern sich gleichzeitig ihre Darmflora gravierend veränderte: Die Artenvielfalt der Mikroorganismen im Darm nahm zu. Die Spezies, die den Fettansatz und Entzündungen begünstigen, wurden zurückgedrängt, während Keime mit gesundheitsfördernden Eigenschaften einen größeren Anteil gewannen. Eine rasche Veränderung der Darmflora beobachteten Wissenschaftler auch in einer weiteren Studie, bei der sich die Teilnehmer einer einwöchigen Fasten-Kur unterzogen.

Scheinbar führt eine Fastenkur zu einem länger anhaltenden Erfolg als eine Diät. Laut Studien gelingt es nur einem Bruchteil der Diättreibenden, die Ernährung langfristig umzustellen. Anders beim konsequenten Verzicht: „Fasten ist ein starker Impuls, dauerhaft eine gesundheitsbewusstere Ernährungs- und Lebensweise anzunehmen“, weiß Andrea Ciro Chiappa, Vorsitzender des Deutschen Fastenakademie e.V. (dfa). Das zeige auch eine Fastenstudie der Universität Halle-Wittenberg: Die Teilnehmer, die sich einem fünftägigen Fastenprogramm der dfa unterzogen, wurden erfolgreich zur dauerhaften Lebensstilveränderung bewogen und konnten sich so ihre neuen Körpermaße und die verbesserte Leistungsfähigkeit nach der Kur erhalten.

Richtig Fasten

„Voraussetzung für den Erfolg einer Fastenkur ist allerdings, dass sie richtig durchgeführt wird“, betont Chiappa mit Verweis auf die Leitlinien der dfa (www.fastenakademie.de). Danach wird der auf ein bis zwei Wochen begrenzte Nahrungs- und Genussmittel-Verzicht von reichlicher Flüssigkeitszufuhr und regelmäßigen Darmentleerungen begleitet. „Denn der zur Ruhe gekommene Darm benötigt Unterstützung, um Nahrungsreste und abgestorbene Bakterien, Zellen und Gallensäuren auszuscheiden“, erklärt Chiappa. Dazu eignen sich salinische Abführmittel wie Glaubersalz oder das besser schmeckende F.X. Passage SL. Letzteres basiert nach der Tradition des Fastenarztes Dr. F.X. Mayr auf dem natürlichen Wirkstoff Magnesiumsulfat, der sanft die Darmentleerung fördert. Außerdem trägt ein Wechsel aus Bewegung in freier Natur mit Ruhephasen und Entspannung zum Fastenerfolg bei. „Am Ende der Kur ist ein sorgfältiger Neuaufbau der Ernährung die Grundvoraussetzung für nachhaltige Effekte“, so Chiappa.