Einschränkungen des Bewegungsapparates

„Alt werden ist nicht schön“, sagen viele Senioren, aber alt werden und krank sein ist doppelt schwer. Egal ob ein Schlaganfall vorausging, eine schwere Krebsoperation oder eine andere schwerwiegende Krankheit: Wenn in der Folge der Körper bewegungsunfähig oder -eingeschränkt
ist, stehen Betroffene und deren Angehörige vor einer großen Herausforderung. Im hohen Alter werden viele Senioren bettlägerig und benötigen eine ganztägige Pflege. Je nach Schweregrad der Behinderung benötigt der Patient ein Krankenbett, eventuell einen Rollator oder Rollstuhl, Hebevorrichtungen für die Badewanne, einen Toilettenstuhl, um nur einige der möglichen Hilfsmittel zur häuslichen Pflege zu nennen.

Besondere Achtsamkeit bedarf die Haut bettlägeriger Patienten. Sie muss sorgfältig gereinigt und eingecremt werden, um sie vor Austrocknung zu schützen. Bilden sich bereits Druckstellen? Rücken, Steißbein und Fersen sind immer wieder auf gerötete Stellen zu überprüfen. Um ein Wundliegen (Dekubitus) zu vermeiden, muss der Patient regelmäßig auf eine andere Seite gelegt werden. Dicke Molton-Betteinlagen, körpergeformte Schaumstoffkissen zur Stütze, Fersenpolster, aber auch Gelkissen helfen, gefährdete Druckstellen abzupolstern. Einreibungen mit Allgäuer Latschenkiefer oder Franzbranntwein können die Durchblutung der Haut fördern. Wichtig: Nach der Einreibung immer cremen! Ein altes Hausmittel aus der Volksheilkunde, Umschläge mit Retterspitz äußerlich, ist zu empfehlen, wenn gerötete Druckstellen bereits entstanden sind. Salben, wie z. B. Imlan Creme/Lotion, ilon Protect- Salbe oder Bepanthen, sind gut zur Vorbeugung von Hautirritationen und helfen der Haut im Heilungsprozess.

Wichtiger Grundsatz zur Pflege: Solange wie möglich wird der Bettlägerige mindestens einmal täglich aus dem Bett in einen weichen Polstersessel gesetzt. Laufübungen sind täglich durchzuführen, um die gesunde Durchblutung zu gewährleisten. Binden Sie den Patienten so lange wie möglich in den Familienalltag mit ein! Sitzende Tätigkeiten, wie Kartoffelschälen, Fotos sortieren oder Socken zusammenlegen, geben ihm das Gefühl der Zugehörigkeit.