Durchfall

Symptome
Durchfall (Diarrhö) liegt dann vor, wenn der Stuhlgang zu häufig, zu flüssig und zu voluminös erfolgt. Man unterscheidet akuten (maximal zwei Wochen) und chronischen Durchfall (mehr als vier Wochen) mit durchschnittlich mehr als drei ungeformten, wässrigen oder breiigen Stuhlentleerungen pro 24 Stunden. Es kann zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden kommen.

Ursachen
Durchfall wird u. a. durch Infektionskrankheiten, Schwermetalle, Bakterien oder Arzneimittel ausgelöst. Das Reizdarm-Syndrom und der Reizmagen kommen häufig als funktionelle Störung vor. Auch psychische Belastungen können eine Rolle spielen. Zudem kommen Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten, organische Erkrankungen, hormonelle Ursachen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion) als Auslöser in Frage. Durchfall zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Urlaub: 15 bis 50 Prozent der Reisende in subtropische oder tropische Länder erkranken daran.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Bei Durchfall kommt es zunächst darauf an, verloren gegangene Flüssigkeit und damit Elektrolyte schnell zu ersetzen, um eine Aus trocknung zu vermeiden. Hier haben sich spezielle Rehydratationslösungen aus der Apotheke bewährt.

Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid eignen sich bei Durchfallerkrankungen verschiedener Ursachen, der Durchfall wird akut gestoppt. Milder, aber ebenso effektiv, ist der Wirkstoff Racecadotril.
Entsprechende Medikamente sollten jedoch nur kurzfristig eingesetzt werden, keine Einnahme bei hohem Fieber sowie bei bestimmten
Darmerkrankungen. Medizinische Kohle oder Pektin binden im Darm Giftstoffe und Flüssigkeit, Flohsamen und Flohsamenschalen verfestigen den Darminhalt. Durchfallhemmend und entkrampfend wirken Uzarawurzel- und Eichenrinde-Extrakte. Die Sanierung der Darmflora spielt nach der Behandlung eine wichtige Rolle. Auch Probiotika helfen, Stuhlvolumen und -konsistenz wieder auf ein normales Maß zu regulieren.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält und sich keine Besserung einstellt, wenn zusätzlich Fieber, Erbrechen und Erschöpfungszustände auftreten und unbedingt dann, wenn der Durchfall Blutbeimengungen enthält. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern sind Durchfälle immer medikamentös mit zusätzlichen Elektrolytlösungen zu behandeln. Werden sie von unstillbarem Erbrechen begleitet, können sie rasch zu schweren Krankheitserscheinungen (Bewusstseinstrübung, Schock) führen.

Das sollte man tun
Flüssigkeit ist jetzt wichtig. Bei Erwachsenen sollten es etwa drei bis vier Liter pro Tag sein, für Kinder liegt die Empfehlung bei etwa 80 bis 150 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht.

Waschen Sie häufig Ihre Hände, mindestens 30 Sekunden lang mit Seife, insbesondere nach dem Toilettengang und vor dem Essen.