Die Achillessehne – ein Porträt

Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des Menschen. Sie verbindet den Fersenknochen – das so genannte Fersenbein – mit der Wadenmuskulatur. Die Achillessehne ist Belastungen von 60 bis 100 N/mm² gewachsen, das entspricht bei 80 mm² Fläche einer Tragfähigkeit von bis zu 800 kg.

Ein Riss der Achillessehne bei plötzlicher Anspannung des Musculus triceps surae tritt daher meist nur bei Vorschädigung durch Über- und Fehlbelastung ein. Die Sehne erfährt dabei immer wieder kleinere Verletzungen, die die Blutversorgung des Gewebes stören und so zur Degeneration der Festigkeit führen. Diese Veränderungen wirken sich am stärksten an der schmalsten Stelle, der so genannten „Achillessehnentaille“, aus, wo die Sehne am schlechtesten versorgt ist, und wo meistens auch der Riss erfolgt.

Die Sehne reißt dann plötzlich mit einem lauten, peitschenknallähnlichen Geräusch. Bewegungen des Sprunggelenks sind danach nur noch sehr eingeschränkt möglich. Prinzipiell kann bei einem Riss konservativ oder operativ vorgegangen werden. Bei jungen, sportlichen Menschen wird normalerweise eher eine operative Versorgung angestrebt.