Blasenschwäche

Symptome
Etwa jede vierte Frau leidet altersbedingt oder als Folge von Krankheiten  und Schwangerschaften unter Störungen der Blasenschließmuskulatur: Beim Husten, Niesen, Lachen oder unter körperlicher Belastung kommt es zu einem ungewollten Urinverlust. Bei Männern tritt dieses Problem nicht so häufig auf.

Ursachen
Häufiger Harndrang kann bei einer so genannten Reizblase auftreten, hier lassen die Beschwerden nachts meistens nach. Eine so genannte Dranginkontinenz, bei der auch nachts starker Harndrang und Urinverlust auftritt, ist meist die Folge einer Zystitis oder bedingt durch einen über aktiven Blasenmuskel.

Ältere Männer leiden oftmals infolge einer Benignen Prostatahyperplasie an einer Überlaufinkontinenz, bei der der Blasenmuskel seine Fähigkeit zum Anspannen verloren hat.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Auch bei Blasenschwäche kann das Alltagsleben weitgehend ungestört verlaufen. Normale Menstruationsbinden für Frauen sind allerdings für die Aufnahme von Urin nicht ausreichend. Bei speziellen Inkontinenzprodukten kann man zwischen unterschiedlichen Saugstärken als auch unterschiedlichen Höschenformen wählen. Hosen tragen überhaupt nicht mehr auf und sind somit auch nicht mehr erkennbar. Neuere Ausführungen lassen sich problemlos auf der Toilette wechseln, ohne dass man sich ausziehen muss.

Tropfenfänger für Männer lassen sich schon durch eine eng anliegende Unterhose fixieren. Bei größeren Mengen nutzt man besser Urin-Ableitungssysteme, die aus hautverträglichen Materialien bestehen, passgenau sitzen und verlässlich dicht sind.

Phytopharmaka wie beispielsweise auf der Basis von Echtem Goldrutenkraut, mit Rosmarin- oder Bärentraubenblättern, Liebstöckelwurzel und Tausendgüldenkraut können bei einer Reizblase durchaus auch langfristig eingesetzt werden.

Das sollte man tun
Spezielle Muskelübungen für den Beckenbodenbereich zeigen meist sehr gute Resultate. Frauen während oder nach den Wechseljahren sollten mit ihrem Gynäkologen über die Möglichkeiten einer Hormontherapie
sprechen.
Wärmebehandlungen (Wärmflaschen, Sitzbäder, Fango) helfen dabei, die Hyperaktivität der Blase zu verringern.

Das kann man tun
Training und Geduld – und manchmal auch etwas Überwindung – erfordert es für Frauen, mit einer Vaginalkone den Beckenboden zu stärken. Ein kleiner, meist kegelförmiger Körper wird in die Vagina eingeführt, verschiedene Übungen des An- und Entspannens unterstützen die Kräftigung der Muskulatur.

Das sollte man besser lassen
In der Furcht, Urin nicht halten zu können, darf keinesfalls die erforderliche tägliche Trinkmenge eingeschränkt werden.