Blähungen

Symptome
Während gelegentliche Blähungen störend, aber harmlos sind, kann die übermäßige Produktion und Ansammlung von Luft bzw. Gas im Verdauungstrakt quälend werden, wenn die Gase nicht entweichen können und sich der Darm aufbläht. Es kann zu schmerzhaften Bauchkrämpfen bis hin zu Koliken kommen. Je nach Ursache können Blähungen von Durchfall, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen oder Verstopfung (Obstipation) und Völlegefühl begleitet sein.

Ursachen
Meist sind die Ursachen harmlos: Falsche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten sind häufige Gründe. Es gibt blähende Speisen, unter anderem Kohl, Hülsenfrüchte und Zwiebeln, aber auch besonders üppiges, fettiges, süßes und zu hastiges Essen verursacht oft Blähungen, ebenso kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol und Kaffee. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zum Beispiel die Laktose-Intoleranz, können mit Blähungen einhergehen, aber auch eine gestörte Darmflora kann eine Ursache sein.

Gesundheit aus Ihrer Apotheke
Besonders bewährt bei Blähungen und Krämpfen im Magen-Darm-Bereich haben sich Produkte mit Bitterstoffen. Pflanzen mit einer besonders hohen Dosis an Bitterstoffen sind Engelwurz, Enzian und Wermutkraut. Erleichterung verschaffen Tees aus Kümmel, Fenchel, Melisse, Anis, Pfefferminze und Kamille. Auch die Inhaltsstoffe der Artischockenblätter-Extrakte sind nachweislich bei Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden sehr effektiv. Darüber hinaus gibt es so genannte Entschäumer, die die Gasbläschen im Verdauungsbrei auflösen. Deren Wirkung ist rein physikalisch, d. h. sie haben keine Wirkung auf die Organe. Bei Blähungen, die mit Bauchkrämpfen einhergehen, können zur Behandlung krampflösende Schmerzmittel (Spasmolytika) sowie Medikamente, die die Darmmuskulatur entspannen, hilfreich sein.

Wann ein Arztbesuch nötig ist
Wenn Blähbauch und Völlegefühl, womöglich sogar Bauchkrämpfe oder Koliken unabhängig vom Essen bzw. auf leeren Magen auftreten, ist ein
Arztbesuch dringend anzuraten, unbedingt aber wenn Erbrechen, Appetitmangel, unerklärliche Gewichtsabnahme und Fieber hinzukommen.

Das sollte man tun
Wer unter Blähungen leidet, sollte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten und blähende Speisen meiden, langsam essen, gründlich kauen und sich ausreichend bewegen.

Das kann man tun
Essen Sie vorwiegend Speisen, die leicht verdaulich sind und essen Sie am besten nie zu spät, idealerweise vor 19 Uhr. Optimal ist es, Bitterstoffe in den Speiseplan einzubauen, wie beispielsweise Grapefruit oder Endiviensalat. Wer Bitterstoffe lieber in Form von Tabletten oder Tropfen einnehmen möchte, findet in der Apotheke reichlich Auswahl.

Das sollte man besser lassen
Hastiges oder spätes Essen am Abend, wenig Kauen, nur einmal täglich essen – all diese Gewohnheiten fördern Blähungen. Zu viele Ballaststoffe, scharf gewürzte, zu süße oder zu fette Speisen sollten Sie ebenso meiden wie zu viel rohes Gemüse.