Berufsbedingte Allergien

Treten die allergischen Symptome nur an Arbeitstagen auf, kann das ein Hinweis auf eine berufsbedingte Allergie sein. Man kennt eine Vielzahl berufstypischer Allergene, die zu allergisch ausgelösten Berufskrankheiten führen können. Häufig sind Bäcker-Asthma durch Mehlstäube und Kontakt-Ekzeme in den metallverarbeitenden Berufen. Aber nicht nur sie können betroffen sein, sondern auch Friseure, Tierpfleger, Elektriker, Büroangestellte, Hausfrauen, Gärtner und Personen aus Pflegeberufen.

Für jugendliche Allergiker ist es daher wichtig, sich vor der Berufswahl darüber zu informieren, mit welchen Stoffen und Chemikalien sie im Berufsalltag umgehen müssen. Mit Hilfe des Hausarztes, den Berufsberatungsstellen des Arbeitsamtes und der Berufsgenossenschaft sollten Jugendliche versuchen, einen Beruf mit möglichst geringer Allergen-Belastung zu wählen.

Wer den Verdacht hat, dass allergische Re-aktionen mit seiner beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen, sollte sich genaue Notizen darüber machen und den Betriebsarzt oder seinen Vorgesetzten informieren. Eine besonders intensive Diagnostik und eventuell eine Arbeitsplatzbegehung sollten dann folgen. Eine Hypo- oder Desensibilisierung gegen berufstypische Allergene ist in der Regel nicht erfolgversprechend.