Bei Verdauungsstörungen Nährstoffdefizite ausgleichen

Verdauungsstörungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), Zöliakie, Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Lebererkrankungen gehen zumeist mit einer gestörten Barrierefunktion der Darmschleimhaut einher. Eine gestörte Darmbarriere mit einer erhöhten Durchlässigkeit führt wiederum häufig zu Entzündungsreaktionen. Durch die geschädigte Darmschleimhaut und häufige Stuhlgänge und Durchfall können lebenswichtige Nährstoffe nicht ausreichend aufgenommen werden (Malabsorption). Das zerrüttete Verdauungssystem (Maldigestion) lässt die Patienten über den Darm verstärkt Eiweiß, Elektrolyte und Spurenelemente verlieren. In einer Studie der Arbeitsgruppe Metzner (Aachen) und Siener (Bonn) konnte gezeigt werden, dass durch eine gezielte Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K die Barrierefunktion gestärkt und gleichzeitig das Entzündungspotential verringert wurde. Empfohlen wird bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zusätzlich die Ergänzung der häufig fehlenden Spurenelemente Eisen, Zink und Selen.