Behandlungsmöglichkeiten durch Kneipp´sche Anwendungen

Die nach Pfarrer Kneipp benannte Behandlungsmethode des „Kneippens“ kann bei richtiger Anwendung zu einer spürbaren Linderung der Beschwerden beitragen.

Zwei Anwendungsformen des Wassers sind für den Venenkranken besonders sinnvoll. Zum einen handelt es sich dabei um das Wassertreten, wie es in Kneippkurorten in den Tretbecken praktiziert wird. Ähnliches ist auch zu Hause in der mit kaltem Wasser gefüllten Badewanne möglich, wenn keine Kureinrichtungen zur Verfügung stehen. Im so genannten „Storchengang“ wird das Bein aus dem Wasser angehoben, bis der Oberschenkel waagerecht ist, und das Bein senkrecht wieder in das Wasser eingetaucht. Auf einer rutschfesten Matte sollten Sie sich so einige Minuten bewegen. Anschließend die Beine leicht abtupfen und möglichst noch eine Weile umhergehen.

Zum Unterschenkelguss kann ein einfacher Schlauch oder eine Brause eingesetzt werden. Das Wasser sollte kühl und weich auf der Haut auftreffen. Begonnen wird an der Vorderseite des rechten Fußes und außen am Bein hoch bis in die Kniekehle, dann auf der Innenseite fortgesetzt. Anschließend am linken Bein in gleicher Weise verfahren. Für jedes Bein sollten ca. 20 – 30 Sek. Zeit verwendet werden. Die Wirkungen des Schenkelgusses sind auch Stunden später noch spürbar – vor allem an warmen Sommertagen, bei morgendlicher Anwendung. Die Venenspannung nimmt zu und das Blut strömt schneller zum Herzen zurück. Im Tagesverlauf kann der Schenkelguss mehrfach wiederholt werden. Bei kreislauflabilen Personen sollten die Wasseranwendungen sicherheitshalber erst nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.