Allergie und Psyche

Der scheinbare Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Allergien und dem gleichzeitigen Anstieg von psychischen Erkrankungen in der westlichen Welt ist nach überwiegender Expertenmeinung ein statistisches Zufallsprodukt. Hingegen gibt es eindeutige Beweise dafür, dass psychische Probleme bei Allergikern zu stärkeren Beschwerden führen: So können bei Heuschnupfen-Patienten die Symptome durch Konflikte verstärkt werden, ebenso der Krankheitsverlauf der Neurodermitis durch subjektive Stressfaktoren. Darüber hinaus wurde in größeren Stichproben herausgefunden, dass Asthma-Anfälle neben Allergenen und physikalischen Reizen auch durch emotionale Faktoren ausgelöst werden können.

Andererseits kann aber auch die Allergie-Erkrankung zu psychischen Problemen führen, wenn der Betroffene sich ausgegrenzt fühlt. In jedem Fall sollte keine Scheu bestehen, mit dem Therapeuten über die Probleme zu sprechen und evtl. psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.