Abwehrstark gegen Viren

Keine rote Nase, kein Husten und Schniefen, kein Brummschädel – und das von Oktober bis März? Eine schöne Vorstellung, der man mit Vorbeugung und ein bisschen Glück sogar sehr nahe kommen kann.

Erkältungen sind demokratisch: Irgendwann erwischen sie jeden. Erwachsene erkranken im Durchschnitt zwei- bis viermal pro Jahr an einem
banalen Atemwegsinfekt, Kinder sogar bis zu zehnmal – meist im Herbst und Winter. Schuld sind Viren – genauer gesagt rund 200 verschiedene Virentypen, von denen Rhinoviren die häufigsten sind. Dafür, dass sie vor allem in der kalten Jahreszeit zuschlagen, gibt es verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen können die Erreger bei kühler, trockener Luft länger außerhalb des Körpers überleben und sich so besser verbreiten. Zum anderen können Kälte und fehlendes Sonnenlicht das Immunsystem schwächen, sodass das Körper anfälliger wird. Und nicht zuletzt verbringen wir im Winter oft mehr Zeit mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen.

„Kontaktsperre“ für Viren

Ist die Erkältung erst richtig ausgebrochen, muss der Körper alleine damit fertig werden. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, und auch Antibiotika können gegen Viren nichts ausrichten. Man kann lediglich die Symptome abmildern und sich möglichst viel Ruhe gönnen. Besser ist es deshalb, gar nicht erst zu erkranken. Um sich vor Halskratzen, Schnupfen und Husten zu schützen, gibt es grundsätzlich zwei Wege: Der erste ist, möglichst gar nicht in Kontakt mit den Viren zu kommen, der zweite, das Immunsystem für die Abwehr angreifender Erreger zu stärken.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man sich von Menschenmengen und bereits Erkrankten möglichst fern halten. Die Erreger werden aber nicht nur beim Niesen oder Husten über die Luft verteilt, sie haften auch an den Händen, an Türgriffen, Computertastaturen, Telefonhörern, Haltegriffen, Treppengeländern und vielen anderen Gegenständen. Deshalb sollte man sich in der kalten Jahreszeit häufig gründlich die Hände mit Seife waschen – vor allem, wenn man im öffentlichen Raum unterwegs ist oder die Wohnung mit Schnupfennasen teilt. Dazu ist es möglichst zu vermeiden, sich ins Gesicht, an Mund, Augen oder Nase zu fassen. Wir alle tun das unwillkürlich recht häufig, aber Viren finden so schneller den Weg zu den Schleimhäuten.

Wer selbst vom Schnupfen geplagt wird, kann übrigens auch einiges tun, um niemanden anzustecken. Zum Beispiel zu Hause bleiben und nicht heftig niesend im Büro sitzen. Außerdem gilt: Nicht die Hand vor den Mund halten, sondern die Armbeuge. So bleiben die Hände virenfreier. Nach jedem Naseputzen – hier sind Einmaltaschentücher am hygienischsten – sollte man die Hände waschen. Wer ganz rücksichtsvoll ist, kann auch einen Mundschutz tragen.